Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Außerdem geben wir Informationen zu Nutzung unserer Website an unsere Werbe-Partner weiter. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie dem zu!

Das Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster wurde erst vor kurzem in Deutschland zugelassen. Das hautfarbende Verhütungspflaster enthält eine Östrogen/Gestagen-Kombination und kann an der Außenseite der Oberarme, am Bauch, Po und am gesamten Oberkörper (ausgenommen Brustbereich) aufgeklebt werden.

Die Wirkung/ Anwendung:

Die Wirkung ist im Prinzip die gleiche, wie bei allen anderen hormonellen Verhütungsmitteln. Das Pflaster wird am 1. Tag der Regelblutung auf eine Hautstelle geklebt.

Wichtig ist dabei das der Hautbereich sauber und trocken ist, und die Haut nicht gerötet oder verletzt ist. Falls vorher ein anderes Verhütungsmittel angewendet wurde, sollte der Zeitpunkt des Wechsels mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Das Verhütungspflaster muss gut angedrückt werden, damit es gut haftet und verbleibt an dieser Stelle dann für eine Woche. Der Sitz des Pflasters sollte jeden Tag überprüft werden, um auszuschließen, dass es sich eventuell gelöst hat.

An Tag 8. und 15. des Zyklus wird das Verhütungspflaster dann gewechselt. Der Wechsel sollte immer am gleichen Wochentag stattfinden, die Uhrzeit spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass das Pflaster jedes Mal an einer anderen Stelle, aber im gleichen Körperbereich aufgeklebt wird.

In der Nähe des Verhütungspflasters sollten keine Cremes, Lotionen, Make-Up oder andere Kosmetika verwendet werden.

Ab Tag 22 wird kein Pflaster mehr getragen. In diese pflasterfreien Woche kommt es in der Regel zur Monatblutung. Nach sieben Tagen wird dann erneut ein Verhütungspflaster aufgeklebt. Dieses geschieht auch, wenn noch keine Blutung eingetreten ist oder diese noch nicht beendet ist.

Sollte es vorkommen, dass der Wechsel des Pflasters vergessen wird, kann dieses innerhalb von 48 Stunden nachgeholt werden. Die Pause von 7 Tagen darf dabei allerdings nicht überschritten werden. Sollte dieses dennoch der Fall sein, muss ein zusätzlicher Verhütungsschutz eingesetzt werden, da kein sicherer Schutz vor einer Schwangerschaft besteht.

Die Haftigkeit des Verhütungspflaster ist sowohl beim Schwimmen, in der Sauna sowie beim Sport gut. Sollte es sich dennoch mal teilweise oder ganz lösen, darf es nur wieder aufgeklebt werden, wenn es noch sicher haftet. Der Schutz vor einer Schwangerschaft bleibt in einer Spanne von 24 Stunden erhalten.

Es darf jeweils nur ein Pflaster getragen werden.

Die Sicherheit:

Studien haben ergeben, dass das Verhütungspflaster sehr sicher ist. Diese Studien wurden allerdings nur bei Frauen zwischen 18 und 45 Jahren durchgeführt. Bei Frauen mit einem Körpergewicht von mehr als 90kg, kann die Wirksamkeit des Verhütungspflasters gemindert sein.

Vorteile:

Die Handhabung des Pflasters ist ziemlich einfach. Außerdem zählt es zu den Verhütungsmitteln, die sehr sicher sind. Die Belastung der Leber durch die Hormone ist deutlich geringer als bei anderen Verhütungsmitteln, da sie direkt über die Haut ins Blut abgegeben werden.

Auch bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen, bleibt die schützende Wirkung erhalten.

Medizinische Grüne für die Verwendung des Verhütungspflasters können bestimmte Erkrankungen wie z.B. Essstörungen speziell Bulimie und chronische Darmentzündungen sein, bei denen die Aufnahme der Hormone durch den Mund nicht gewährleistet ist.


Nachteile:

Wie bei allen anderen hormonellen Verhütungsmitteln kann es auch beim Verhütungspflaster in der ersten Zeit zu unregelmäßigen Blutungen kommen. Häufigere Nebenwirkungen sind unter anderem Brustspannen, Kopfschmerzen, Hautirritationen und Übelkeit.

Wichtig zu beachten ist, dass das Pflaster nicht angewendet werden darf, wenn die Frau eine bestehende oder zurückliegende venöse oder arterielle Thrombose hat, bei abnormen vaginalen Blutungen, bei bekanntem oder vermutetem Brustkrebs, Migräne mit fokaler Aura, Lebererkrankungen sowie Überempfindlichkeiten gegenüber Wirk- oder Hilfsstoffen.

Das Risiko eine Thrombose zu erleiden ist durch die Anwendung des Verhütungspflaster erhöht. Es ist allerdings noch nicht bewiesen ob das Risiko geringer, vergleichbar oder höher als bei der Pille ist.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika, Mittel gegen Epilepsie oder Johanniskraut kann die Wirksamkeit des Verhütungspflaster vermindert sein.


Seiteninformationen: Letzte Änderung: 13.10.2009 - 18:55, PageViews: 3.917