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Die Syphilis

Die Syphlis (Lues venerea), auch unter Namen wie "harter Schanker", "Lues" oder "Franzosenkrankheit" bekannt, ist eine weit verbreitete Geschlechtskrankheit, die in vier Stadien verläuft und durch das Bakterium "Treponema pallidum" hervorgerufen wird. Früher war die Syphilis eine äußerst gefürchtete Krankheit, die ohne ärztliche Behandlung chronische, schmerzhafte Leiden und den anschließenden Tod zur Folge hatte. Seit der Entdeckung des Penicillins (1928) ist die Krankheit jedoch erfolgreich behandelbar.

Die Syphilis verläuft in vier Stadien, welche jeweils charakteristische Symptome aufweisen.

Im Primärstadium bildet sich ca. 3 Wochen nach der Infektion ein hartes, schmerzloses Knötchen im Genitalbereich, das sich zu einem Geschwür weiterentwickelt und ein hoch ansteckendes, farbloses Sekret absondert. Dieses heilt nach ein paar Wochen ohne jegliche Behandlung von selbst ab.

Das anschließende Sekundärstadium zeichnet sich durch grippeartige Beschwerden, geschwollenen Lymphknoten und ausschlagähnliche Hautveränderungen aus, welche ebenfalls nach einer gewissen Zeit abklingen.

Es folgt in vielen Fällen die sogenannte "latente Syphilis" - Phase, in der die Erkrankung zum Stillstand kommen kann. Dieser Stillstand kann einige Monate bis hin zu vielen Jahren andauern. Da sich die Erreger der Syphilis immer noch im Körper des Betroffenen befinden, kann diese nach einem ungewissen, beschwerdefreien Zeitintervall erneut ausbrechen. In diesem Fall tritt die Spätsyphilis ein, die in das Tertiär- und Endstadium unterteilt wird. Im Tertiärstadium haben sich die Erreger bereits im gesamten Organismus ausgebreitet und u.a. innere Organe wie Magen, Leber, Blut- und Atemwege, sowie Knochen und Muskeln befallen. Auf der Haut zeichnen sich gummiartige Knoten (Gummen) und oftmals große Geschwüre ab, die das Gewebe zerstören. Das vierte und letzte Stadium zieht neurologische Schäden mitsich. Nervenschäden, sowie Hirnentzündungen und daraus resultierende Demenz sind keine Seltenheit. Schließlich verliert der Betroffene die Kontrolle über seinen Körper und ist letzten Endes gelähmt.

Durch die ausreichende Behandlung mit Penicillin ist der Ausbruch der Spätsyphilis allerdings zur Seltenheit geworden, da mit Hilfe von Antibiotika die Erreger im Körper vollständig zerstört werden können. Die Dauer der Therapie hängt vom jeweiligen Syphilisstadium des Betroffenen ab.

Da die Syphilis durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, besteht die einzige Möglichkeit zur Vorbeugung darin, keine sexuellen Risiken einzugehen und beim Geschlechtsverkehr Kondome zu verwenden. Bei einem möglichen Verdacht auf Syphilis sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.


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