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Die Strahlentherapie und ihre Nebenwirkungen bei Kehlkopfkrebs

Die Nebenwirkungen, die bei der Strahlentherapie von Rachen- und Kehlkopfkrebs auftreten könnn, hängen davon ab, wie Sie zuvor behandelt wurden. Faktoren sind zum Beispiel, ob Sie bereits operiert wurden, eine Chemotherapie bekommen haben, aber auch der Umfang und die Art der Bestrahlung spielen eine Rolle. Wie auch bei Operationen gilt: je umfangreicher die Behandlung, also je ausgedehnter die Erkrankung, desto mehr Nebenwirkungen können auch auftreten.

Grundsätzlich wird zwischen akuten Nebenwirkungen, die bereits während den Wochen der Strahlentherapie auftreten, und Spätfolgen, die nach der Behandlung auftreten können, unterschieden.

Ihr Arzt wird während der Behandlung mit Ihnen sprechen und Ihnen Tipps geben, was Sie selbst tun können, damit Sie die Bestrahlung so gut wie möglich vertragen.

Akute Nebenwirkungen:

  • Hautreizungen, Hautverfärbungen
  • Mundtrockenheit
  • Veränderung oder Verlust der Geschmacksempfindungen
  • Schleimhautentzündungen im Mund und/oder Rachen mit Schluckbeschwerden und Schwierigkeiten beim Essen und Trinken
  • Haarausfall im Nacken- und (bei Männern) Bartbereich
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit

Auch Ernährungsgewohnheiten spielen eine große Rolle. Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.

Die akuten Nebenwirkungen gehen im Allgemeinen meist nach drei Monaten nach Abschluss der Strahlentherapie zurück.

An den Stellen, wo die Strahlen auftreffen, kann die Haut manchmal trocken oder gerötet sein. In manchen Fällen kommt es auch zu bräunlichen Verfärbungen.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Haut schonen.Tragen Sie lockere Kleidung, die nicht scheuert.

Zusätzlich sollten Sie folgende Dinge unbedingt vermeiden:

  • parfümisierte Seifen
  • Kratzen
  •  Bürsten
  • Frottieren
  • Kölnisch Wasser
  • hautreizende Pflaster
  • warme Umschläge
  • Solarium

Sollte Ihre Haut jucken oder brennen, verwenden Sie kühlende, rückfettende Cremes. Waschen Sie sich während der Bestrahlung nur mit lauwarmen Wasser und einer pH-neutralen Waschlotion. Sie können sich bei Hautproblemen jederzeit an Ihren Strahlentherapeuten wenden, der Ihnen sicherlich Tipps geben kann, wie Sie ihre Haut am besten pflegen.

Eine weitere Nebenwirkung der Strahlentherapie ist die Schädigung der Schleimhaut im Mund-, Rachen und Kehlkopfbereich. Die Schleimhäuten entzünden sich häufig, was zu Schmerzen beim Schlucken und Sprechen führen kann. Die Beschwerden können gelindert werden, indem Sie eine gute Mundhygiene durchführen und während der Bestrahlungstherapie mehrfach am Tag den Mund ausspülen. Die Mundschleimhaut heilt erfahrungsgemäß wenige Tage nach Beendigung der Therapie wieder ab.

Eine weitere Nebenwirkung der Strahlentherapie bei Rachen- und Kehlkopfkrebs ist die Mundtrockenheit. Die Speichelmenge verringert sich schon innerhalb der ersten Wochen nach Beginn der Therapie. Durch die Bestrahlung wird auch das Gewebe der Speicheldrüsen geschädigt, wodurch der Mund dann weitgehend trocken ist. Nach Beendigung der Bestrahlung verbessern sich die Beschwerden, können aber in unterschiedlicher Ausprägung noch Monate danach oder sogar dauerhaft anhalten.

Zusätzlich kann als Nebenwirkung eine Beeinträchtigung der Geschmacksempfindung auftreten. Dieses tritt aber meist nur vorübergehend auf und verschwindet nach Ende der Therapie wieder. Wichtig ist, dass Sie während der Behandlung Ihre Zähne sorgfältig pflegen.

In vielen Fällen können Sie auch selbst dazu beitragen, die Nebenwirkungen während der Strahlentherapie zu mildern.

  • auf keinen Fall rauchen --> verstärkt die Nebenwirkungen und mindert den Appetit
  • auf Alkohol verzichten
  • scharfe Gewürze meiden
  • mehrere kleine Mahlzeiten
  • Zähne täglich und gründlich pflegen
  • mehrmals täglich den Mund ausspülen

Durch den gestörten Abfluss der Lymphe, kann es zu Schwellungen an Gesicht und Hals kommen. Dieses tritt vor allem dann auf, wenn die Lymphbahnen durch eine vorherige Operation unterbrochen wurden.


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