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Rheuma: Knochen- und Gelenkschmerzen

Rheuma ist nicht die eine spezielle Krankheit, sondern umfasst bis zu 400 verschiedene Erkrankungen, die vor allem den Bewegungs- und Stützapparat betreffen. Durch den natürlichen Alterungsprozess sind ältere Personen zwar eher betroffen, aber gerade junge Menschen erkranken an schwereren Formen.

Ursachen für Rheuma

Bei den entzündlichen Formen liegt die Ursache meist in einer Störung des Immunsystems und weiß man mittlerweile, dass genetische Veranlagung eine größere Rolle spielt als angenommen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Arthritis, die chronische Entzündung der Gelenkinnenhaut, von denen es ebenfalls unzählige Formen gibt. Hier sind vordergründig Bakterien und andere Erreger für die Erkrankung verantwortlich. Über offene Wunden gelangen die Erreger direkt in das Gelenk. Möglich ist auch ein Angriff über den Körper selbst, wenn ein Entzündungsherd über das Blut die Gelenke angreift. Gleich mehrere Formen des Rheumatismus beruhen auf Autoimmunerkrankungen, bei denen der Körper die eigenen Gelenke als Fremdkörper einstuft. In der Folge reagiert er wie bei anderen Krankheitserregern mit Abwehr und die verursacht Schmerzen.

Beim nicht entzündlichen Rheumatismus spielen gängige Faktoren wie Bewegungsmangel und falsche Ernährung eine zentrale Rolle. Nicht geforderte Knochen und Gelenke werden mit der Zeit nicht mehr optimal mit den nötigen Stoffen versorgt und rosten sprichwörtlich ein. Bei einem täglichen Spaziergang kann sich beispielsweise die Bandscheibe aufrichten und bleibt alleine deshalb geschmeidiger.

Übergewicht spielt ebenfalls eine Rolle, da jedes Kilo zu viel eine zusätzliche Belastung ist. Insbesondere die Beine sind dabei betroffen, da sie die Hauptlast tragen müssen. Durch die einseitige Ernährung im Übermaß wird zudem eine weitere Form begünstigt, nämlich die Gicht. Sie entsteht durch einen permanent zu hohen Harnsäurespiegel; Der Körper ist im wahrsten Sinne des Wortes sauer.

Vorbeugung für Rheuma

Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung ist die zentrale Botschaft, um die Gelenke möglichst lange fit zu halten. Dabei ist nicht einmal intensiver Sport nötig, sondern regelmäßige Betätigung, die alle Muskelgruppen fordert. Erwachsene können sich dabei den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern zum Vorbild nehmen.

Selbst wenn sich der Rheumatismus bereits im Körper ausgebreitet hat, kann man die Schmerzen mit gezieltem Training lindern und die bessere Sauerstoffversorgung wirkt sich nicht nur positiv auf die Gelenke, sondern auf den ganzen Organismus aus. Bei der Osteoporose, die ebenfalls zu den Rheumaerkrankungen gezählt wird, ist Krafttraining unverzichtbar, um die Knochenstruktur zu stärken.

Weil Erkrankungen auch durch bekannte Erreger ausgelöst werden können, ist ausreichender Impfschutz ebenfalls eine gute Vorbeugung. Ist man bereits erkrankt, sind Impfungen nach wie vor sinnvoll, da die meisten Patienten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind an schweren Folgen durch Infektionen zu erkranken.

Wichtig ist außerdem eine gesunde Ernährung, die nicht nur Übergewicht abbaut, sondern auch das Immunsystem stärkt. Zudem beugt man darüber hinaus noch vielen anderen Zivilisationskrankheiten vor.

Behandlung von Rheuma

Die Behandlung von entzündlichen Formen erfolgt medikamentös, um die einerseits die Entzündung zu bekämpfen und andererseits die Schmerzen zu lindern. Bei rheumatischem Fieber geht es zusätzlich um die fiebersenkende Wirkung und die Unschädlichmachung der Streptokokken.

Liegt die Ursache in einer Autoimmunerkrankung, können derzeit nur die Symptome behandelt und das Immunsystem mit Immunsuppressiva gestärkt werden. Grund dafür ist, dass die Forschung noch nicht fortgeschritten genug ist, um die Ursachen von Autoimmunkrankheiten zu finden.

Bei der Behandlung von Arthrose unterscheidet die Medizin die konservative Therapie, die in erster Linie auf die Schmerzlinderung abzielt von der operativen Therapie, bei der in sehr späten Stadien ein künstliches Gelenk eingesetzt werden muss, damit der Patient alltägliche Bewegungen ohne Schmerzen verrichten kann.

Sehr gute Erfolge erreicht man zudem mit Krankengymnastik, bei der die Patienten einseitige Fehlbelastungen wieder "verlernen" sollen.

Hausmittel Tipps bei Rheuma

Entzündungen verursachen Hitze im Körper und sämtliche Hausmittel, die eine kühlende Wirkung haben, können angewandt werden. Beinahe in Vergessenheit geraten ist der Arnikaansatz, der früher in keinem Bauernhaus fehlte. Die betroffenen Gelenke werden zweimal täglich damit eingerieben.

Ein Tee von Arnika, Rosmarin und Thymian ist ebenfalls gut geeignet. Die getrockneten Kräuter werden aufgekocht und nach dem Abkühlen ein Tuch im Sud getränkt, mit dem man anschließend die schmerzenden Gelenke einwickelt.

Liegt die Ursache in der Übersäuerung des Körpers, sind entschlackende Kräutertees wie Brennnessel oder Löwenzahn zu empfehlen.


Seiteninformationen: Letzte Änderung: 20.06.2014 - 16:15, PageViews: 1.188