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Akuthilfen bei Allergien

Was ist eigentlich eine Allergie?

Nicht jeder Schnupfen und jedes tränende Auge bedeutet eine Allergie. Manchmal ist es nur eine harmlose Reizung der Schleimhäute. Nur der Arzt (Allergologe) kann durch spezielle Tests feststellen, ob eine Allergie vorliegt. (Weitere möglichen Symptome für eine Allergie)
Sie entsteht, wenn Fremdstoffe, wie zum Beispiel Blütenpollen, beim Einatmen oder durch den Kontakt mit der Haut in den Körper eindringen und dort innerhalb von Sekunden oder Stunden eine "übertriebene" Abwehrreaktion auslösen. Die Palette reicht vom lästigen Schnupfen bis hin zu schweren Asthma oder Schockzuständen.
Der beste Schutz: Kontakt mit den Fremdstoffen vermeiden oder eine Hyposensibilisierung.

Verstopfte Nase, tränende Augen, juckende Haut - fast jeder Fünfte leidet unter einer quälenden Pollenallergie. Doch das muss gar nicht sein. Lesen Sie hier, wie Sie ohne Beschwerden den Frühling genießen ...

Bewährte Tricks zur Vorbeugung

Juckreiz, eine laufende Nase und tränende Augen?

So schützen Sie sich zur Pollenzeit optimal:
Richtiges Lüften: zunächst die Gardinen ganz vor das zu öffnende Fenster ziehen und mit Leitungswasser einsprühen. Die feuchten Fasern halten einen Großteil der Pollen fest. Die Gardinen dann mindestens einmal pro Woche waschen.
Pollenfilter: gibt´s es für das Auto und für die Wohnung. Sie senken die Pollenbelastung in geschlossenen Räumen.

Nasenduschen: Sie helfen, die Schleimhäute von Pollen zu reinigen, waschen auch Krankheitserreger ab. Gibt es in der Apotheke.

Gute Arzneien aus der Apotheke

Wenn der Körper bereits mit quälenden Symptomen reagiert, helfen die freien Medikamente aus der Apotheke sehr gut.
Zur Vorbeugung: Einige Sprays für Augen und Nase enthalten Chromoglicinsäure. Sie bremst die Ausschüttung von Allergiebotenstoffen, so dass die Beschwerden deutlich schwächer auftreten. Allerdings wirkt sie nur vorbeugend. Den Wirkstoff Chromologicinsäure gibt es als Nasenspray. Augentropfen und zum Inhalieren.

Gegen akute Beschwerden: Sind die Symptome schon da, helfen Antihistaminika, wie die Wirkstoffe Loratadin und Cetirizin. Nasensprays mit dem Wirkstoff Xylometazolinhydrochlorid helfen beim Abschwellen der Schleimhäute, so dass man wieder durchatmen kann. Sie haben aber einen Nachteil: Sie können den Blutdruck erhöhen. Patienten mit Herz-Kreislauf-Beschwerden sollten derartige Nasensprays deshalb nur in Absprache mit ihrem Hausarzt einnehmen.

Cremes für die Hautbarriere

Was viele nicht wissen: Pollen und andere Allergene gelangen nicht nur durch die Nase in unseren Körper - sie dringen auch durch die Poren der Haut ein, wenn diese ihre Barrierefunktion verloren hat. Trockene oder empfindliche Haut ist ein Zeichen einer gestörten Hautbarriere.

Schützende Cremes: Um diesen natürlichen Schutzmantel wieder aufzubauen, sollte man sensibler Haut regelmäßig die richtige Pflege gönnen. Und zwar mit Cremes, die einen leicht sauren pH-Wert (etwa pH5) aufweisen und zusätzlich Glycerin zur Steigerung der Hautfeuchtigkeit sowie Dexpanthenol zur Förderung der Regeneration enthalten. So gelangen Allergie auslösende Pollen gar nicht erst in den Körper.

Neueste Hilfen vom Allergologen

Als einzige wirksame Therapie gilt die Hyposensibilisierung (im Volksmund auch "Allergie-Impfung" genannt). Sie hilft bei rund 80 Prozent aller Fälle.

Der bewährte Klassiker: während eines Zeitraums von etwa drei Jahren bekommt der Patient immer wieder Spritzen mit kleinen Mengen der allergenen Stoffen (z. B. Pollen). Die Spritzen enthalten stetig mehr Allergene, so dass sich das Immunsystem langsam an sie gewöhnt. Der Nachteil: Diese Therapie dauert sehr lang und darf bei Menschen mit Asthma nicht angewendet werden - sie könnten bei einer möglichen Überreaktion sogar ersticken.

Einfache Anwendung und sogar bei Asthma geeignet: die SLIT-Methode. Dabei träufelt sich der Patient das Allergen unter die Zunge. Das bedeutet, er kann sich selbst behandeln und muss nicht so oft zum Arzt. Ein weiterer Vorteil: Es besteht keine Gefahr einer gefährlichen Überreaktion. So ist diese Therapie ach für Menschen mit Asthma geeignet.

Wenn es besonders schnell gehen muss: Zu Beginn jeder Pollenflugsaison bekommen die Patienten vier Spritzen. Diese enthalten sowohl Allergene als auch weitere Stoffe, die das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringen sollen. Der Nachteil: Diese Blitzmethode hilft zwar in etwa 90 Prozent aller Fälle - doch leider nur bei einem Heuschnupfen. Brandneu, sehr schonend und bequem in der Anwendung: die sogenannte "Gräser-Impftablette". Die Patienten nehmen drei Jahre lang täglich eine Tablette ein, die Allergene enthält. Der Nachteil: Diese Methode ist vorerst noch nicht für Asthmatiker zugelassen.


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