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Die Sucht nach reiner Haut

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung leidet an der Zwangsstörung Skin Picking.

Die Betroffenen Kratzen, Pulen und Knibbeln zwanghaft an ihrer Haut und die Folgen sind nicht zu übersehen. Viele kennen den Drang einen Pickel auszudrücken - in einem gewissen Rahmen auch völlig normal, da es ein angeborenes Verhalten der Selbstpflege ist.

Erkrankte Personen können mit diesem Verhalten aber nicht mehr aufhören. Sie bearbeiten selbst kleinste Unreinheiten der Haut stundenlang und manche melden sich dafür sogar auf der Arbeit krank.

Die betroffene Haut sieht oft so geschunden aus, dass sich die Personen nicht mehr auf die Straße trauen. Die Wunden entzünden sich größtenteils und hinterlassen hässliche Narben - doch auch diese Folge lässt viele Betroffene nicht davon abschrecken weiterzumachen.

So bleibt am Ende nur noch die Möglichkeit sich einer stationären Therapie zu unterziehen. Das Problem des Skin Picking oder auch Dermatillomanie genannt ist aber keinesfalls neu. Aber da die Erkrankten oft versuchen ihre Störung zu verstecken ist sie bislang so wenig bekannt und auch die Forschungen liegen noch in den Kinderschuhen.

Auch über die Ursache der Zwangsstörung ist bislang nicht viel bekannt. Sicher ist aber, das es mit dem heutigen Schönheitsideal zusammenhängt. Die Haut muss perfekt sein und Unreinheiten werden nicht akzeptiert.

Während das Ziel eigentlich darin besteht, die Hautunreinheiten zu beseitigen, ist die Haut nach einer solchen Bearbeitung erst recht von roten Stellen, Quaddeln und blutigen Wunden übersät. Die Betroffenen befinden sich in dieser Phase in einer Art Trance und bemerken gar nicht, wie sie sich Schaden zufügen.

Sobald der Alltag durch das Skin Picking eingeschränkt wird, sollte man sich an einen Arzt wenden. Bislang liegen zwar noch keine Zahlen vor, aber die Heilungschance wird als sehr hoch erwartet.
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