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Untersuchungsverfahren

Anamnese / körperliche Untersuchung

Vor der körperlichen Untersuchung wird sich Ihr Arzt ausführlich mit Ihnen unterhalten. Dabei werden Sie nach Ihren aktuellen Beschwerden und deren Dauer, Ihren Vor- und Begleiterkrankungen sowie nach Risikofaktoren und Lebensgewohnheiten gefragt. Sinnvoll ist es, sich schon vor einem solchen Gespräch Notizen zu machen, damit man in dem Gespräch an alles denkt.

Sie sollten Ihrem Arzt Ihre Beschwerden und Vorerkrankungen detailliert schildern auch wenn Sie denken, dass manche Dinge unwichtig sind - es könnten wichtige Informationen für den Arzt sein.

Sollten Symptome vorliegen, die den Verdacht bestehen lassen, dass Sie an Lungenkrebs erkrankt sind, sollten sehr schnell weitere Untersuchungen veranlasst werden, damit keine Zeit verloren geht.

Laboruntersuchungen

Eine Blutuntersuchung wird dem Arzt Informationen über Ihren Allgemeinzustand aber auch über die Funktion einzelner Organe geben. In manchen Fällen werden Tumormarker mitbestimmt, welche vom Tumor selbst stammen und sich in unterschiedlicher Menge im Blut nachweisen lassen. Je höher die Blutwerte, desto schneller wächst der Tumor.

Gelegentlich produzieren auch Lungenkrebszellen Tumormarker, die dann im Blut nachgewiesen werden können. Sie werden als CEA, NSE und SCC bezeichnet.

Wichtig ist, das nicht bei allen Betroffenen mit Lungenkrebs Tumormarker im Blut nachweisbar sind und auch bei gesunden Menschen im Einzelfall auftreten können.

Sollten bei Ihnen Tumormarker gefunden werden, heißt dieses noch lange nicht, dass Sie an Lungenkrebs erkrankt sind. Umgekehrt bedeutet dies aber auch nicht, wenn keine Tumormarker nachgewiesen worden sind, dass Sie nicht an Lungenkrebs erkrankt sein können.

Tumormarker werden in der Regel dazu verwendet, um zu sehen wie die Erkrankung verläuft und wie die Behandlung wirkt. Sie sind also kein verlässliches Mittel bei der Diagnose und Verlaufskontrolle.

In Ihrem Sputum können sich eventuell Krebszellen befinden. Dafür wird eine Probe Ihres Sekretes morgens nach dem Aufwachen genommen, um die Verdachtsdiagnose zu erhärten.

Bronchoskopie / Biopsie

Bei Verdacht auf Lungenkrebs ist es wichtig die Bronchien genau von innen anzusehen. Deshalb gehört die Spiegelung der Bronchien zu einer der Standartuntersuchungen. Bei der Bronchoskopie wird ein langer, dünner Schlauch durch die Nase in die Luftröhre geschoben. Durch eine integrierte Lupe kann der Arzt die Schleimhautverhältnisse einsehen und bei Notwendigkeit während der Spiegelung eine Biopsie entnehmen.

Sie erhalten vor der Untersuchung eine örtliche Betäubung, sodass Sie die Behandlung entspannt und schmerzfrei erleben. In Ausnahmefällen wird eine Vollnarkose durchgeführt. Dieses ist der Fall, wenn die Luftröhre verengt ist oder wenn während der Bronchoskopie Blutungen gestillt werden müssen.

Die Biopsie wird durch einen Pathologen untersucht, welcher erkennen kann, ob bösartig veränderte Zellen vorhanden sind. Rund 80% aller Lungenkrebse werden durch dieses Untersuchungsverfahren festgestellt.

Mediastinoskopie

Bei der Mediastinoskopie wird der mittlere Brustraum durch ein Endoskop untersucht. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, was mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden ist.

Durch einen kleinen Schnitt über dem Brustbein wird das Endoskop mit der Lupe in den Brustraum geschoben. Hier kann der Arzt sehen, ob Lymphknoten bösartig verändert sind und diese ggf. entfernen oder feingeweblich untersuchen lassen.

Dieses Verfahren wird häufig dann eingesetzt, wenn aus dem Tumor selbst kein Gewebe entnommen werden kann.

Untersuchung des Lungenraumes

Bei manchen Menschen kommt es zu einem Pleuraerguss, welcher sich durch eine Pleurapunktion entfernen lässt. Die Flüssigkeit wird dann auf ihre chemische Zusammensetzung und ihren Zellgehalt überprüft.

Lungenfunktionsprüfung

Durch diesen Test wird geschaut, wieviel Reserve zum Atmen übrig bleiben würden, wenn ein Teil der Lunge oder sogar ein ganzer Flügel entfernt werden muss.

Röntgen

Durch ein Rötgenbild des Brustkorbs können verdächtige Bezirke oft schon festgestellt werden. Wenn nach Metastasen gesucht wird, müssen ggf. noch Aufnahmen von anderen Körperbereichen erfolgen.

Sonographie

Durch eine Sonographie werden die inneren Organe sowie Lymphknoten dargestellt. Bei diesem Untersuchungsverfahren wird speziell nach Metastasen gesucht. Auch das Herz wird ausreichend geschallt, damit geschaut werden kann wie leistungsfähig der Herzmuskel ist und ob bereits Herzkrankgefäße durch das Rauchen verengt sind.

Vorteil dieser Untersuchung ist, dass sie beliebig oft wiederholt werden kann und die betroffene Person keinen Strahlen ausgesetzt ist.

CT

Mit dem CT können Schnittbilder des Körpers aufgenommen werden. Sie zeigen den Körper im Querschnitt und geben Informationen darüber, wo der Tumor sitzt und wie groß er ist. Auch Metastasen im Kopf, Bauch- und Brustbereich lassen sich mit Hilfe der Computertomographie ausschließen.

Der Chirurg erhält durch diese Aufnahmen einen Hinweis darüber, ob der Tumor operativ entfernt werden kann oder ob lebenswichtige Organe von der Krankheit erfasst worden sind und wie umfangreich eine Operation werden würde.

Da auch Metastasen und Lymphknoten genau dargestellt werden können, kann ein Arzt genau verfolgen ob die Strahlen- oder Chemotherapie wirkt

MRT

Bei diesem Verfahren erhält der Arzt hochaufgelöste Schnittbilder, welche Aufschluss darüber geben, wie weit sich der Tumor in die herz- bzw. gefäßnahen Bezirke der Lunge ausdehnt hat. Das MRT ist auch von Bedeutung wenn der Lungenkrebs in die Nervenstränge der Thoraxspitze eingewachsen ist oder Beziehungen zur Wirbelsäule hat.

Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft, allerding wird der Patient in einen engen Tunnel gefahren, was viele als beklemmend empfinden. Da Magnetfelder erzeugt werden, dürfen keine Metallgegenstände mit in den Untersuchungsraum genommen werden.

Bei Menschen die einen Herzschrittmacher oder künstliche Gelenke implantiert haben, darf diese Untersuchung nicht durchgeführt werden.

Skelettszintigramm

Durch das Skelettszintigramm lassen sich Metastasen in den Knochen darfstellen. Dem Patient wird hierbei ein schwach radioaktives Kontrastmittel gespritzt.

Positronen-Emissions-Tomographie

Bei diesem Verfahren wird die Zellaktivität durch eine Schichtszintigraphie sichtbar gemacht. Da der Tumor und auch Metastasen eine erhöhte Stoffwechselaktivität haben, können durch dieses Verfahren Metastasen besser erkannt werden.

 


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