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Entstehung und Risikofaktoren von Lungenkrebs

Durch wissenschaftliche Studien ist eindeutig bewiesen, dass die wichtigste Ursache für die Entstehung von Lungenkrebs der Zigarettenkonsum ist. Ein zusätzlicher Faktor ist das Lebensalter - je älter der Mensch, desto größer das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.

Pro Jahr sterben weltweit mehr als 4 Mio. Menschen in Folge des Rauchens, davon 1 Mio. Menschen alleine an Lungenkrebs. Im Jahr 2007 starben in Deutschland rund 29.000 Männer und 12.000 Frauen an Lungenkrebs. Damit gehört diese Krebsart bei Männern zur häufigsten Krebstodesursache bei Frauen nach Brust- und Darmkrebs zur Dritthäufigsten.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat keine andere Krebsart so stark zugenommen. Zur Zeit ist Lungenkrebs noch doppelt so häufig bei Männern anzutreffen wie bei Frauen. Doch die Erkrankungszahlen steigen, während sie bei den Männern sogar leicht abnehmen. Ursache dafür ist der zunehmende Nikotinkonsum von Frauen.

Am häufigsten sind 60-70 jährige Menschen von der Diagnose Lungenkrebs betroffen. Je älter die Menschen sind, desto mehr erkranken an Lungenkrebs. Dieses ist vor allem von Bedeutung, da ältere Menschen in den meinsten Fällen noch andere Krankheiten haben, welche die Behandlung von Lungenkrebs extrem einschränken können.

85% der Menschen die an Lungenkrebs erkrankt sind, sind Raucher. Andere Faktoren, die zu dieser Krankheit führen können, spielen nur eine untergeordnete Rolle. Das Rauchen ist nicht nur häufige Ursache für Lungenkrebs. Auch andere Krebsarten wie z.B Bauchspeicheldrüsenkrebs, Blasen- oder Nierenkrebs können durch den Genuss von Tabak hervorgerufen werden. Auch 10% aller Leukämiefälle werden mit dem Rauchen in Zusammenhang gebracht.

Durch das Rauchen werden auch andere Organe geschädigt. 90% aller Atemwegserkrankungen und 35% aller Erkrankungen der Herzkranzgefäße hängen damit zusammen. Die Behandlung von Lungenkrebs kann stark eingeschränkt sein, wenn die betroffene Person an solchen zusätzlichen Krankheiten leidet.

Eine Einschätzung, wie hoch das Risiko ist, an Lungenkrebs zu erkranken zeigt folgende Tabelle

Zunahme des Risikos
  • je mehr Zigaretten pro Tag geraucht werden
  • je früher mit dem Rauchen begonnen wurde
  • je länger geraucht wurde
  • je stärker die Inhalation ist
  • je stärker die Zigaretten sind
  • filterlose Zigaretten

Abnahme des Risikos

  • Beendigung des Rauchens
  • je länger nicht geraucht wurde
  • nach 5 Jahre 60%
  • nach 15-20 Jahren 90%

Am geringsten betroffen von dem Krankheitsbild Lungenkrebs, sind Personen, die nie geraucht haben.

Es gibt auch Menschen, die jahrelang geraucht haben und trotzdem bei bester Gesundheit sind. Dafür sind wahrscheinlich bislang nur teilweise bekannte erbliche Faktoren verantwortlich. Im Tabakrauch sind 50 Stoffe enthalten, die nachweisbar krebserregend wirken. Diese Stoffe werden vom Körper beim Einatmen unterschiedlich auf- und abgebaut. Vielleicht ist dieses einer der Gründe, warum manche Personen an Lungenkrebs erkranken und vorzeitig sterben und andere ein normales Lebensalter erreichen.

Studien haben ergeben, dass Jugendliche wesentlich empfindlicher auf die krebserregenden Stoffe reagieren und die Gifte schlechter abbauen können als Erwachsene. Auch Frauen reagieren empfindlicher als Männer, weshalb junge, rauchende Mädchen besonders gefährdet sind.

Am Besten kann man Lungenkrebs vorbeugen, wenn man gar nicht raucht. Doch auch durch das passive Rauchen können Nichtraucher gefährdet werden. Es ist bewiesen, dass ca. 400 Menschen im Jahr an Lungenkrebs sterben, weil sie passiv mitrauchen mussten.

Das Risiko ist auch beim Pfeife oder Zigarre rauchen erhöht, allerding geringer als bei Zigaretten, da diese nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Aber auch durch Umwelteinflüsse oder genetische Veranlagung kann Lungenkrebs entstehen. Diese Risikofaktoren spielen allerdings eine deutlich geringere Rolle.


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