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Urämie

Self-med.net Lexikon Eintrag Nr. 894

Man spricht von einer Urämie, wenn die harnpflichtigen Substanzen im Blut erhöht sind und sich daraus Vergiftungserscheinungen entwickeln. Diese Vergiftungserscheinungen treten z.B. bei einer Niereninsuffizienz auf und werden durch Urämietoxine verursacht. Das Krankheitsbild kann akut oder chronisch verlaufen.

Symptome:

  • therapieresistenter Pruritus
  • Magen-Darm Beschwerden mit Übelkeit und Erbrechen
  • Gastritis
  • Colitis
  • Perikarditis mit der Komplikation einer Herzinsuffizienz
  • Hyperkaliämie
  • Herzrhythmusstörungen
  • Pleuraerguss mit dyspnoe und Zyanose
  • Sprachstörungen
  • Verlangsamung
  • Koma
  • Polyneuropathie
  • Anämie

Therapie:

Eine Urämie tritt im Normalfall in Stadium IV einer chronischen Niereninsuffizienz auf. Wichtig ist, dass die Nierenfunktion verbessert wird, was auch zur Besserung der Urämie führt. Hier kommen vor allem ACE-Hemmer, Antihypertensiva und Beta-Blocker zum Einsatz. Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz steht die Option der Dialyse im Raum, welche durch Blutuntersuchungen und klinische Symptome festgemacht wird. Zudem muss die Ernährung umgestellt werden. Eine zu hohe Kalium-, Protein- und Phosphatzufuhr ist unbedingt zu vermeiden.


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