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Paraphimose

Self-med.net Lexikon Eintrag Nr. 511

Als Paraphimose wird eine Verengung der Vorhaut bezeichnet, welche die Eichel des Penis einklemmt. Es kann zu einem Penisödem kommen, wenn die Vorhaut nicht wieder zurückgestreift wird. Diese Schwellung kann so stark sein, dass die Eichel nekrotisiert.

Symtomatik:

Ursache für eine Paraphimose ist eine zu enge Vorhaut, welche gewaltsam zurückgezogen wurde, und somit einen Schnürring bildet. Dieses kann in Folge einer Fehlbehandlung in der Kindheit bei einer normalen Vorhautverengung auftreten oder aber bei der Legung eines Dauerkatheters, wenn vergessen wird, die Vorhaut zurückzustreifen. In der häuslichen Umgebung tritt eine Paraphimose häufig nach dem Geschlechtsverkehr oder nach der Selbstbefriedigung auf.

Dadurch, dass venöse Gefäße abgedrückt werden, kommt es zu starken Schmerzen, zur Bildung von Ödemen und zu einer starken Schwellung. Wenn keine Behandlung der Paraphimose erfolgt, kann es dazu kommen, dass das Gewebe der Eichel abstirbt.

Therapie:

Durch einen erfahrenen Urologen wird im ersten Schritt versucht die Paraphimose zu reponieren. Die Gewebsflüssigkeit in der Vorhaut wird ausgedrückt und mit sanfter Gewalt wird versucht, die Vorhaut wieder über die Eichel zu streifen. Sollte dieses Vorgehen zu schmerzhaft sein, kann ein Betäubungsmittel in die Peniswurzel gespritzt werden.

Beim Scheitern der Reposition bzw. um weiter Paraphimosen zu verhindern, wird der Penis in der Regel nach Rücksprache mit der betroffenen Person beschnitten.


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