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Gangrän

Self-med.net Lexikon Eintrag Nr. 217

Als Gangrän bezeichnet man Gewebe, welches in den meisten Fällen aufgrund von Sauerstoffunterversorgung abgestorben ist.

Das betroffene Gewebe zerfällt durch Verwesung und Autolyse und verfärbt sich durch den Hämoglobin-Abbau. Die Bezeichnung Gasbrand wird auch heute noch für ein infiziertes Gangrän mit gasbildenden Clostridien verwendet.

Formen:

  1. trockenes Gangrän: hier kommt es aufgrund von Wasserverlust zu einer Schrumpfung und Eintrocknung der Haut
  2. feuchtes Gangrän: die Konsistenz ist fein und flüssig, die Haut ist von Bakterien befallen
  3. Gasbrand: das abgestorbene Gewebe löst sich durch Blasen, die sich unter der Haut befinden

Durch die meist vorhandenen Bakterien bei einem Gangrän kann sich die Infektion schnell ausbreiten. Der Zustand wird kritisch, wenn diese Bakterien in den Blutkreislauf gelangen. Sollte nicht sofort eine antibiotische Therapie begonnen werden, führt diese Vergiftung häufig zum Tod.

Vorkommen:

Ein Gangrän tritt häufig als Folge von anderen Krankheitsbildern, wie z.B. der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder diabetischen Mikroangiopathien auf. Folglich sind am häufigsten die Hände und Füße betroffen.

Durch Lungenentzündungen oder Abzessen in der Lunge, kann es auch zu einem Lungengangrän kommen.

Bei einem Ileus kann es dazu führen, dass ein Teil des Dick- bzw. Dünndarms ein Gangrän entwickelt.

Therapie:

  • operative Entfernung des betroffenen Gewebes
  • Madentherapie
  • Ruhigstellung der betroffenen Extremität
  • Amputation


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