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Fruchtwasser

Self-med.net Lexikon Eintrag Nr. 212

Das Fruchtwasser wird im Amnion gebildet und ist eine klare, wässrige Flüssigkeit.

Dieses Sekret gehört genauso wie die Fruchtblase nicht zum mütterlichen Gewebe, sondern zum Gewebe der Leibesfrucht.

Bereits in der vierten SSW wieder der Embryo vollständig vom Fruchtwasser umgeben. Dieses dient als Schutzfunktion, dass es nicht zu Verwachsungen zwischen Embryo und Fruchtblase kommt. Im späteren Teil der SSW dient das Fruchtwasser dem Fötus als Schutz vor Stößen und ermöglicht ihm Bewegungen.

Bei jeder Vorsorgeuntersuchung wird bei der schwangeren Frau die Fruchtwassermenge bestimmt.

  • 10. SSW = 30ml
  • 20. SSW = 350ml
  • 30-35. SSW = 1000ml
  • vor der Geburt = 800ml

Eine Vermehrung des Fruchtwasser auf 1,5-2,0 Liter wird als Polyhydramnion, eine Verminderung auf 200-500ml als Oligohydramnion.

Das Fruchtwasser wird während der Schwangerschaft ca. alle 3 Stunden erneuert. Am Ende der Schwangerschaft trinkt der Fötus etwa 400ml des Fruchtwassers.

Größtenteils wird dieses Fruchtwasser vom Darm resorbiert und in die Blutbahn der Mutter abgegeben. Der Urin, den der Fötus absetzt ist nur wenig konzentriert und von entscheidener Bedeutung bei der Entwicklung.

Da der Urin den größten Anteil bei der Produktion des Fruchtwassers hat, kann es auf Grund von urogenitalen Fehlbildungen zu einer verminderten Produktion kommen.

Dieses hat zur Folge, das du wenig Fruchtwasser in der Fruchtblase enthalten ist, welches wiederum zu Fehlbildungen des Schädels, der Hüften, Füße oder Lunge führen kann.

Eine Vermehrung des Fruchtwassers kann zustande kommen, wenn eine Behinderung in der Magen-Darm Passage vorliegt und der Fötus nicht genügend trinkt. In diesem Fall ist die Urinproduktion durch die plazentare Versorgung nicht vermindert.

Durch die Pränataldiagnostik können erblich oder chromosomal bedingte Besonderheiten durch eine Fruchtwasseruntersuchung nachgewiesen werden.


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