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Dekompensation

Self-med.net Lexikon Eintrag Nr. 145

Dekompensation bedeutet Entgleisung und ist in der Medizin ein häufig verwendeter Begriff.

Wenn der Körper eine Fehlfunktion eines Organs nicht mehr ausgleichen kann und dadurch Symptome auftreten, spricht man von Dekompensation.

Dieser Unausgeglichenheit geht eine kompensierte Phase voraus, wo noch keine Symptome ersichtlich sind.

Beispiele:

In der Kardiologie spricht man von Dekompensation wenn, wenn bei einer Herzinsuffizienz Ödeme oder Dyspnoe bereits im Ruhezustand auftreten. Wenn die Herzinsuffizienz kompensiert ist, bestehen zwar Funktionsstörungen des Herzen, Symptome oder andere Beeinträchtigungen sind aber noch nicht aufgetreten.

In der Nephrologie spricht man von einer ausgeglichenen Niereninsuffizienz, wenn die Störungen der Nierenfunktion noch messbar sind und keine Symtome aufgetreten sind. Eine Dekompensation tritt auf, wenn es zu massiven Wasseransammlungen kommt oder andere Symptome auftreten.

In der HNO-Heilkunde spricht man von einem kompensierten Tinnitus, wenn der Alltag der betroffenen Person durch die Störgeräusche nicht beeinträchtigt wird. Sollte der Tinnitus dekompensieren, ist der Alltag durch die lauten Geräusche stark eingeschränkt.

Zu einer neurologischen Dekompensation kommt es, wenn ein Ausgleich durch andere Gehirnareale nicht mehr möglich ist. Folge davon können z.B. Leseschwächen oder andere mentale Schwierigkeiten sein.

Eine vaskuläre Dekompensation tritt auf, wenn es durch die unzureichende Durchblutung von Organen zum Erliegen der örtlichen Gefäßregulierung kommt.


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