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Verschiedene Untersuchungsverfahren bei Verdacht auf Rachen- und Kehlkopfkrebs

Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie)

Mit Hilfe von Spiegeln (indirekte Kehlkopfspiegelung) oder eines Laryngoskops (direkte Kehlkopfspiegelung) wird Ihr Kehlkopf untersucht, um zu sehen ob überhaupt eine sichtbare krankhafte Veränderung vorliegt. Dieses kann zum Beispiel eine Entzündung, ein weißer Fleck (Leukoplakie) oder ein Geschwür sein.

Indirekte Kehlkopfspiegelung

Bei dieser Untersuchung wird ein kleiner Spiegel in den Mund eingeführt. Über einen zweiten Spiegel sowie eine Lampe fällt Licht auf den Spiegel in Ihrem Mund und der Arzt kann so Rachen und Kehlkopf erkennen. Dieses Verfahren ist absolut schmerzlos und wird ohne Betäubung oder Schmerzmittel durchgeführt. Nach der indirekten Kehlkopfspiegelung lässt sich feststellen, ob sich ein Tumor auf der Kehlkopf- und Rachenschleimhaut gebildet hat, und falls ja, welche Größe er hat.

Die Lupenlaryngoskopie mit einer 90° Winkeloptik ist eine weitere Form der indirekten Kehlkopfspiegelung. Auch dieses Verfahren ist schmerzlos und wird in wachem Zustand durchgeführt. Lediglich der Rachen wird örtlich betäubt, damit der Würgereflex ausgeschaltet ist. Diese Untersuchungsmethode ist die sicherste einfache, die durchgeführt werden kann. Die Lupenlaryngoskopie hat sich bei der Vorsorge und Früherkennung von Tumoren bislang bestens bewährt.


Direkte Kehlkopfspiegelung

Sollte bei der indirekten Kehlkopfspiegelung oder der Lupenlaryngoskopie der Verdacht auf eine Krebserkrankung bestehen, wird die direkte Kehlkopfspiegelung durchgeführt. Der Arzt führt bei dieser Untersuchung das Laryngoskop so weit in den Mund und Rachen ein, bis er den Kehlkopf erkennen kann. Die direkte Kehlkopfspiegelung findet unter Narkose statt und hat aufgrund eines Auflichtmikroskops die höchste Sicherheit bei der Beurteilung.

 

Gewebeentnahme (Biopsie)

Um die entgültige Diagnose Krebs zu stellen, ist eine histologische Untersuchung des Gewebes aus dem Kehlkopf notwendig. Die Biopsie erfolgt üblicherweise in Narkose während der direkten Kehlkopfspiegelung unter mikroskopischer Sicht.

Dieses Untersuchungsverfahren ist sehr wichtig. Sie brauchen keine Angst zu haben, dass durch die Gewebeprobe Tumorzellen ausgeschwemmt werden und Metastasen bilden.

 

Ultraschall (Sonographie)

Bei der Ultraschalluntersuchung werden die inneren Organe wie Leber, Milz, Nieren und Lymphknoten genauer unter die Lupe genommen. Je nachdem wie groß der Tumor im Rachen- und Kehlkopfbereich ist, wie aggressiv er ist und wo er liegt, können Metastasen in den Lymphknoten am Hals entstehen. Tochtergeschwülste in den fernliegenden Organen wie Leber und Lunge sind bei dieser Krebsart eher selten.

Mit dem Ultraschallgerät kann der Arzt auch noch nicht tastbare Metastasen feststellen. Diese Untersuchungsmethode hat den Vorteil, dass sie vergleichbar zuverlässig ist, wie die anderen bildgebenden Verfahren und zudem auch noch am kostengünstigsten ist.

Die Untersuchung ist vollkommen risikolos und schmerzfrei und der Patient wird nicht mit Strahlen belastet. Auch bei der Krebsnachsorge spielt die Sonographie eine große Bedeutung.


Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT)

Durch die Computertomographie können die inneren Organe, das Schädelinnere und auch vergrößerte Lymphknoten dargestellt werden. Bei dem Untersuchungsverfahren wird ein Röntgenstrahl in einem Kreis um den liegenden Patienten herumgeführt und aus den empfangenen Röntgensignalen werden dann Schnittbilder erstellt. Das CT zeigt den Körper im Querschnitt und informiert die Radiologen über Sitz und Größe des Tumors.

Bei der Computertomographie liegen Sie auf einer beweglichen Liege, auf der Sie in den Computertomographen "hineinfahren". Während der Aufnahmen müssen Sie mehrmals für einige Sekunden die Luft anhalten. Da die modernen Computertomographen nur noch aus einem dünnen Ring bestehen, können auch Menschen mit Platzangst optimal untersucht werden.

Bei der Kernspintomographie wird die Magnetwirkung genutzt. Durch starke Magnetfelder werden vom Gewebe Signale gesendet, die je nach Gewebeart unterschiedlich stark sind. Diese Signale werden in Schnittbilder mit einer sehr hohen Auflösung umgewandelt.

Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Allerdings wird man in einen relativ engen Tunnel gefahren, was viele Menschen als beklemmend empfinden.

Augrund der Magnetwellen dürfen keine metallischen Gegenstände mit in den Untersuchungsraum genommen werden. Diese Information ist für Sie vor allem wichtig, wenn Sie einen Herzschrittmacher oder künstliche Hüftgelenke implantiert haben.

Bei beiden Untersuchungsmethoden können die Ausdehnung des Tumors und seine Beziehung zu den Organen sowie Metastasen dargestellt werden. Das MRT hat den Vorteil das es zu keiner Strahlenbelastung für den Patienten kommt und einen hervorragenden Weichteilkontrast liefert. Der Nachteil ist, dass es nicht überall verfügbar ist und zudem sehr kostenspielig ist. Neben diesen Nachteilen wird das CT bei Untersuchungen des Kehlkopfes bevorzugt, da es die Knorpel- und Knochenstrukturen besser darstellt.

 

Blutuntersuchungen

Durch eine Blutuntersuchung erhält Ihr Arzt Auskunft über Ihren Allgemeinzustand und über die Funktion der einzelnen Organe. Diese Informationen sind vor allem wichtig, um die Narkose für die Operation vorzubereiten.

Leider gibt es bislang keine zuverlässigen Tumormaker, an denen man einen Tumorverdacht durch Blutuntersuchung ausräumen oder bestätigen lassen könnte.


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