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Teilentfernung

Wenn die Größe des Tumor es zulässt, wird nur ein Teil des Kehlkopfes bzw. des Rachens entfernt (Teilresektion).

Hierbei gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen:

  • Teile des Kehlkopfes können von außen entfernt werden (Schildknorpelspaltung), ist der Rachen jedoch mit betroffen, muss dieser eröffnet werden
  • die Teilentfernung wird von innen über den Mund mit einem Laryngoskoprohr unter mikroskopischer Sicht durchgeführt

Bei der zweiten Vorgehensweise kommt immer öfter der Laserstrahl als Schneideinstrument zum Einsatz. Dieses minimal-invasive mikrochirurgische Verfahren erhält eine gesunde Rachen- und Kehlkopfstruktur.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Überlebensrate bei der Lasermikrochirurgie ebenso gut ist, wie bei der üblichen Radikaloperation. Außerdem hat die organ- und funktionserhaltene Laserbehandlung den Vorteil, dass die Lebensqualität der Patienten deutlich weniger beeinträchtigt wird.

Betroffene Personen haben deutlich weniger Störungen beim Schlucken und Atmen, denn ihnen bleibt meist eine vorübergehende oder bleibende Atemöffnung am Hals (Tracheostoma) erspart.

Aber auch die Stimmfunktion wird durch dieses Verfahren weniger gestört. Dieser Punkt liegt den meisten Patienten am Herzen. Zwar bleiben Störungen nicht ganz aus, doch sie können durch gezielte Übungen unter fachlicher Anleitung erheblich verbessert werden.

Frisch operierte Personen können oft schon direkt nach der Operation ihre "neue" Stimme einüben. Dieses Trainieren der Stimme ist wichtig, denn so können Befürchtungen vor einem Stimmverlust genommen werden und der Kontakt zu Angehörigen kann sofort wieder aufgenommen werden.

Fachliche Hilfe ist unbedingt erforderlich, wenn es um die Stimmverbesserung nach einer minimal-invasiven OP geht. Im Laufe von mehreren Wochen wird versucht ihre Ersatzstimme zielgerichtet und bestmöglich zu aktivieren und zu trainieren. Bei der Entfernung von größeren Teilen des Kehlkopfes, wird dieses Training mit einer Schlucktherapie kombiniert.


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