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HPV - Humane Papillomviren

Humane Papillomviren (kurz: HPV) sind DNA-Viren, die in über 150 verschiedene Typen eingeteilt werden.

Die Einteilung der Subtypen erfolgt mit der Bezeichnung "HPV" und einer nachfolgenden Zahl (z.B. HPV 25).

HPV befallen Haut- und Schleimhautzellen, die Körperoberflächen bedecken (=Epithelzellen). Infizierte Zellen beginnen unkontrolliert zu wachsen.

Es entstehen meist gutartige Tumore, die in diesem Fall als Warzen bezeichnet werden. Deshalb wird für die humanen Papillomviren auch der Begriff Warzenviren verwendet.

Von den rund 150 HPV-Typen kommen 30 fast nur im Anogenitalbereich vor. Diese lassen sich, bezüglich ihres Risikos in Zusammenhang mit bösartigen Tumoren (vor allem dem Gebärmutterhalskrebs) aufzutreten, in zwei Gruppen einteilen: es gibt low risk-Viren (niedriges Risiko) und high risk-Viren (hohes Risiko).

Niedrigrisiko-Viren (z.B. HPV 6, 11 oder 40) lösen vor allem Warzen im Genitalbereich aus (z.B. Feigwarzen). Sie sind nicht direkt an der Entstehung eines z.B. Gebärmutterhalskrebses beteiligt, können aber bei Mischinfektionen mit Hochrisiko-Typen manchmal auch dort nachgewiesen werden.

Hochrisiko-Viren (z.B. HPV 16, 18 oder 31) sind in fast allen Fällen des Gebärmutterhalskrebses nachweisbar. Vermutlich sind sie auch für einen Großteil der Scheiden-, Anal-, Penis- und Mundkarzinome (=bösartiger Krebs) verantwortlich.

Die HPV-Infektion ist die häufigste durch Geschlechtsverkehr übertragene Infektion.

Ein Viertel der Frauen unter 30 Jahren trägt die Infektion, meist verläuft sie unbemerkt. Männer bemerken sie oft auch nicht, sind aber ebenso Überträger.

Da humane Papillomviren manchmal über Jahre ruhen können und sich die Symptome (z.B. Genitalwarzen) dann erst verspätet zeigen, kann selten der infizierte Sexualpartner ermittelt werden.

Therapeutisch kann man den Viren nur bedingt beikommen. Häufig können nur die Symptome (Warzen) beseitigt werden. Eine Therapie zur Immunstärkung kann auch bedingt helfen.

Derzeit gibt es zwei neue Impfstoffe, die bei noch nicht erfolgter HPV-Infektion (ermittelbar durch eine Abstrich-Untersuchung) die Infektion verhindern können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, dass sich alle 12- bis 17-jährigen Mädchen impfen lassen sollten.


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