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Der Stachelzellkrebs (Spinaliom)

An der Hautkrebsart Stachelzellkrebs erkranken jedes Jahr wesentlich mehr Männer als Frauen. Das Alter der Erkrankten liegt jenseits des 50. Lebensjahres.

Das Spinaliom entsteht überwiegend auf Hautstellen, die oft einer intensiven UV-Strahlung ausgesetzt wurden wie z.B Nase, Stirn, Schläfen, Unterlippe und Handrücken. Bei Männern besteht auch die Möglichkeit, dass Ohrspitzen, Nacken oder die Glatze gefährdet sind.

Es gibt beim Stachelzellkrebs eine Präkanzerose, die sogenannte "solare Keratose". Typisch dafür ist eine scharf begrenzte Rötung, die sich wie feines Sandpapier anfühlt. Zudem kann diese Rötung kommen und gehen. Dieses Vorstadium lässt sich sehr gut behandeln und ist nicht bösartig.

Bleibt eine Behandlung jedoch aus, kommt es nach einiger Zeit zur Entstehung eines spinozellulären Karzinoms. Es besteht sogar die Gefahr einer Metastasierung, wenn der Stachelzelltumor einen Durchmesser von 1cm erreicht.

Aussehen

Es entsteht eine festhaftende Hornkruste auf der Vorstufe des Stachelzellkrebses. Diese wächst ständig weiter und entwickelt sich langsam zu einem Tumor.


Behandlung

Es gibt zwei Verfahren, um die solare Keratose zu entfernen. Es besteht zum Einen die Möglichkeit der Kältechirurgie, wo die betroffene Hautstelle über wenige Sekunden mit flüssigem Stickstoff behandelt wird. Nach ca. 2 Wochen ist die Präkanzerose dann verschwunden.

Zum Anderen gibt es die Möglichkeit der photodynamischen Therapie. Hier wird die betroffene Hautstelle mit einem Wirkstoff behandelt und danach mit einem sehr langwelligem Licht bestrahlt.

Sollte es sich nicht mehr um ein Vorstadium des Stachelzellkrebses handeln, muss der Tumor operativ entfernt werden. Diese Methode ist beim Spinaliom der größte therapeutische Erfolg.

Solange der Tumor nicht größer als 1cm ist, besteht eine Heilungschance von nahezu 100%.

Bei Patienten höheren Alters kann eine Strahlenbehandlung vorgenommen werden oder die Kältechirurgie eingesetzt werden.

Sollte der Verdacht auf Metastasen bestehen, müssen auch die zugehörigen Lymphknoten entfernt werden. Bei Organmetastasen muss zusätzlich noch eine Chemotherapie durchgeführt werden.

Nachsorge

Es werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen nach einer solchen Erkrankung durchgeführt. Die Häufigkeit hängt dabei von der Ausdehnung des Tumors ab und liegt zwischen viertel-, halb- und jährlichen Untersuchungsabständen. Diese Nachsorgeuntersuchungen werden mindestens über eine Dauer von 5 Jahren durchgeführt.


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