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Kleinzelliges Lungenkarzinom - Chemotherapie

Durch eine Chemotherapie werden vor allem Zellen zerstört, die sich schnell teilen können. Die Medikamente, die bei einer Chemotherapie verwendet werden, nennt man Zytostatika. Diese verhindern das weitere Wachstum der Zellen, durch eingreifen in die Zellteilung. Durch den Blutkreislauf werden die Medikamente im ganzen Körper verteilt, was den Nachteil hat, dass auch gesunde Zellen angegriffen werden, die sich oft zerteilen. Zu diesen gesunden Zellen gehören z.B Schleimhaut- und Haarwurzelzellen. Es kommt durch den Angriff dieser Zellen zu Nebenwirkungen, auf die später noch genauer eingegangen wird. Während des Arztgesprächs wird mit Ihnen besprochen, welche Nebenwirkungen auftreten können bzw. was sie dagegen tun können.

Unterschieden wird bei der Gabe von Zytostatika zwischen der Monotherapie (die Medikamente werden einzeln eingesetzt) und der Polychemotherapie (Gabe mehrerer Medikamente nach einem bestimmten Schema).

Da Zytostatika hoch giftig sind, werden sie nur mit großer Vorsicht verwendet, wobei die Wirkungen und Nebenwirkungen ständig kontrolliert werden müssen.

Bei der Therapie von kleinzelligen Lungenkarzinomen ist die Chemotherapie die wichtigste Form. Es kommen eine Vielzahl verschiedener Medikamente zum Einsatz, die in unterschiedlichen Kombinationen verabreicht werden.

Es hängt von dem Stadium des Lungenkrebses wieviele Zyklen die Chemotherapie dauert und welche Medikamente verwendet werden. Diese Dinge wird Ihr Arzt genau mit Ihnen besprechen.

Die Einheiten, in denen Sie die Medikamente erhalten, werden als Chemotherapie-Zyklus bezeichnet. Ein Zyklus besteht in der Regel aus den Tagen, an denen das Zytostatika gegeben wird und einer Erholungspause von 2-3 Wochen. Diese Pause ist unbedingt notwendig, damit sich die gesunden Zellen von den Giften erholen können.

Vier bis sechs Behandlungszyklen werden bei dem kleinzelligen Lungenkarzinom eingesetzt. Falls ein Rezidiv auftreten sollte, kann entweder die bereits erfolgreiche Behandlung wiederholt werden oder von Beginn an mit anderen Zytostatika gearbeitet werden.

Die Zytostatika werden über die Vene verabreicht. Entweder mit Hilfe einer Spritze oder einer Infusion. Sie können dabei entscheiden, ob Sie jedes Mal neu gestochen werden möchten, oder ob Sie einen Katheter in die Vene gesetzt bekommen möchten. Mit diesem Katheter können Sie während der Infusion sogar durch die Gegend laufen.

Es gibt aber auch Zytostatika, die Sie als Tablette oder Kapsel einnehmen können. Der Vorteil dieser Therapie ist, dass Sie weitgehend unabhängig sind, doch der Nachteil ist, dass diese Medikamente den Magen stärker belasten und regelmäßig eingenommen werden müssen.

Prophylaktisch wird vor jeder Behandlung ein Medikament gegen Übelkeit verabreicht.

Die Wirkung der Chemotherapie muss nach jedem Zyklus überprüft werden. Sie werden hierfür zum einen körperlich untersucht, aber auch per bildgebenden Verfahren. So kann frühzeitig festgestellt werden, ob die Medikamente ausreichen oder nicht um evtl. Behandlungskonzepte zu ändern.

Wie viel Zeit zwischen einer Behandlung liegt, hängt davon ab, wie stark Sie durch die Chemotherapie belastet sind. Aus diesem Grund gibt es keine Faustregel für Therapiezyklen - jede Chemotherapie wird individuell auf die Bedürfnisse der betroffenen Person abgestimmt.

Doch so gut und gering eine Chemotherapie dosiert wird - Nebenwirkung lassen sich leider nicht vermeiden. Auch dieses wird jeder Einzelne unterschiedlich stark empfinden, weshalb der eine mehr und der andere weniger Durchhaltevermögen benötigt.

Folgende Nebenwirkungen könne auftreten, müssen aber nicht:

         1. Infektionen, weil die Zahl der Leukozyten durch Zytostatika verringert wird

             - Mindestens zweimal pro Woche wird Ihnen deswegen Blut abgenommen

             - Menschenmengen und Kontakt zu infektiösen Personen meiden

             - vorsichtig bei der Auswahl, Aufbewahrung und Zubereitung von Nahrung sein

             - zurückhaltend gegenüber Haustieren und Gartenarbeit

         2.  Anämie, weil die Zahl der Erythrozyten durch Zytostatika verringert wird

             - führt zu Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Kreislaufbeschwerden

         3.  Blutungen, weil weniger Thrombozyten produziert werden

              - Vermeiden Sie Tätigkeiten, bei denen Sie sich verletzen können

              - andere Medikamente nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen

         4.  Übelkeit und Erbrechen, weil Zytostatika auf das Zentrum im Gehirn wirken

              - Antimimetika können die Übelkeit und den Brechreiz unterdrücken

         5.  Entzündung der Schleimhäute

              - verwenden Sie Mundspülungen

              - essen Sie vermehrt stopfende Produkte bei Durchfall

              - achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr

         6.  Appetitlosigkeit

              - Wunschkost essen

              - Lebensmittel, die den Magen reizen können, meiden

              - gut gewürzte Speisen zu sich nehmen

         7.  Haarverlust

              - die Haare wachsen nach der Behandlung wieder nach

              - für diese Zeit ggf. eine Perücke anfertigen lassen

 


Seiteninformationen: Letzte Änderung: 27.01.2011 - 12:14, PageViews: 2.456