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Blähungen

Definition Blähungen

Blähungen werden in der medizinischen Fachsprache auch als Flatulenz bezeichnet; diese erzeugen Unwohlsein und Bauchschmerzen. Erzeugt werden diese durch zu viel Luft im Darm - dies kann passieren, wenn zu viel Luft eingeatmet wird oder aber wenn der Darm selbst zu viel Gase bildet.
In den meisten Fällen ist auch der Bauch vorgewölbt, dieser allgemein als Blähbauch bekannte Zustand wird von den Medizinern als Meteorismus bezeichnet.

Die Blähungen werden meist von einer Reihe von Begleiterscheinungen wie Völlegefühl, Magenschmerzen oder gar Bauchkrämpfen begleitet. Je nach Art der Blähungen können diese auch Durchfall oder Verstopfung mit sich bringen.

Jedoch sind Blähungen in der Regel harmlos und verschwinden nach einigen Tagen von selbst wieder. Erst wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, sollte man einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abklären zu lassen. In einigen Fällen nämlich sind Darmerkrankungen die Ursache für die Blähungen.

Besonders häufig von Blähungen betroffen sind Säuglinge. Für diese sind Blähungen besonders schmerzhaft und unangenehm. Nach jeder Milchmahlzeit sollte das Baby daher ein Bäuerchen machen, jedoch hilft auch dies bei manchen Säuglingen nicht und Blähungen entstehen dennoch. Babys, die gestillt werden, leiden in der Regel seltener an Blähungen als "Flaschenbabys". Auch schwangere Frauen aber klagen nicht selten über Blähungen. Vor allem in den ersten Monaten einer Schwangerschaft kommt dies recht häufig vor. Zurückzuführen ist dies auf den veränderten Hormonhaushalt. Die Einnahme von Mineralerdekapseln kann helfen, diesem entgegenzuwirken.

Ursachen für Blähungen

Wie entstehen Blähungen? Die Ursachen für Blähungen sind vielfältig, meist werden diese jedoch durch falsches oder zu hastiges Essen ausgelöst. Auch Stress aber kann zu schmerzhaften Blähungen führen, ebenso wie Angstzustände - beispielsweise vor einer Prüfung.

Einige Nahrungsmittel sind bekannt dafür, Blähungen auszulösen. Vor allem Kohl und rohes Gemüse ist hier zu nennen - deutlich besser ist es, das Gemüse zu kochen. Selbst zu enge Bekleidung oder ein zu eng geschnallter Gürtel kann bei empfindlichen Personen schnell zu Blähungen führen.
Nicht selten aber werden Blähungen auch durch Erkrankungen des Darms ausgelöst, die wichtigsten dieser Krankheiten sollen im folgenden Absatz beschrieben werden.

Mögliche Krankheiten

Eine der am häufigsten vorkommenden Erkrankungen im Zusammenhang mit Blähungen ist das sogenannte Reizdarmsyndrom.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie die Lactoseintoleranz kann jedoch ebenso Blähungen hervorrufen.

In einigen Fällen können die Blähungen auch auf eine gestörte Darmflora hinweisen. Diese kann durch eine Behandlung mit Antibiotika ebenso hervorgerufen werden wie durch eine Pilzinfektion.

Doch nicht nur Erkrankungen des Darms, sondern auch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege können diese Symptome auslösen.

Nur in einigen seltenen Fällen stecken wirklich ernsthafte Erkrankungen wie Pankreas-Krebs hinter den Blähungen.

Behandlung von Blähungen

Die Blähungen sind einmal da- was tun? Um länger anhaltende Blähungen erfolgreich behandeln zu können, sollte zunächst die Ursache abgeklärt werden. Zu diesem Zweck wird der behandelnde Arzt den Patienten gründlich untersuchen. Hauptsächlich der Bauch wird abgetastet, doch auch die sogenannte rektale Untersuchung wird häufig durchgeführt. Bei dieser wird der Enddarm mit den Fingern untersucht. Unter Umständen können auch eine Ultraschalluntersuchung des Bauches, Röntgen-, Blut- und Stuhluntersuchungen nötig werden. Die Magen- oder Darmspiegelung sind weitere Untersuchungsverfahren, die bei Blähungen und Darmproblemen häufig angewandt werden.

Vorbeugung von Blähungen

Um Blähungen vorzubeugen, sollte man auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Einige Nahrungsmittel wie beispielsweise Kohl, Hülsenfrüchte und Zwiebeln sind bekannt dafür, Blähungen auszulösen. Nicht umsonst sagt der Volksmund so treffend: "Jedes Böhnchen macht ein Tönchen." Diese Lebensmittel sollte man wenn möglich meiden. Gleiches gilt für kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee und Alkohol. Auch diese sollten nur in Maßen genossen werden. Wer empfindlich auf eine Vielzahl von Speisen reagiert, sollte eine komplette Ernährungsumstellung in Betracht ziehen.
Ganz wichtig ist es zudem, die Nahrung langsam und gründlich zu kauen, sich also genügend Zeit zum Essen zu nehmen. Viele Menschen machen den Fehler, die Nahrung zu hastig herunter zu schlingen oder gar beim Essen zu reden.

Weiterhin sollte man auf ausreichende Bewegung achten, denn diese fördert die Tätigkeit des Darms. Schon ein kleiner Spaziergang nach dem Essen kann durchaus helfen, Blähungen vorzubeugen und diese zu vermeiden.

Hausmittel Tipps bei Blähungen

Bei Blähungen muss man nicht unweigerlich auf Medikamente zurückgreifen, auch einige Hausmittel sind durchaus wirksam gegen die Flatulenz. Gut bewährt haben sich beispielsweise Artischockenblätter, Anis oder Fenchel. Diese Heilpflanzen nämlich enthalten sogenannte Bitterstoffe, welche die Verdauungssäfte anregen und zudem krampflösend wirken. Am besten stellt man mit diesen Pflanzen einen Tee her - dieser verspricht schnelle Hilfe gegen Blähungen.

Als eines der besten pflanzlichen Mittel gegen Blähungen gilt auch der Kümmel und auch Gelbwurz hilft gut gegen viele Arten von Verdauungsbeschwerden.

Selbstverständlich kann auch Wärme durchaus krampflösend wirken und den Darm entspannen. Eine Wärmflasche kann hier wahre Wunder bewirken. Gut kann aber auch eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn gegen das Völlegefühl helfen.

In Apotheken und Reformhäusern sind zudem Entschäumer-Präparate erhältlich, diese zerstören die Gasbläschen im Darm und sind so ebenfalls gegen Blähungen gut geeignet.

Auch Kleinkinder leiden nicht selten unter Blähungen. Abhilfe schaffen kann hier Majoransalbe: Rücken und Bauch des Kindes wird mit dieser eingerieben und schon bald sollten die Blähungen verschwunden sein.   


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