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Alzheimer

Alzheimer, auch Morbus Alzheimer oder Alzheimer-Krankheit genannt, wurde in den Jahren 1901-1906 von dem deutschen Psychiater Alois Alzheimer (1864 - 1915) entdeckt und als eigenständige Krankheit beschrieben. Die Krankheit gehört zur Gruppe der neurodegenerativen Erkrankungen und stellt mit zwei Dritteln die häufigste Diagnose unter den Demenzkranken dar.

Die Ursachen für Alzheimer sind auch über 100 Jahren nach der Entdeckung nicht vollständig geklärt. Mediziner und Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass mehrere zusammen spielende Faktoren den langsam fortschreitenden Zelluntergang im Gehirn der Alzheimerkranken auslösen. Dabei spielt eine genetische Präposition ebenso eine Rolle, wie bestimmte Umwelteinflüsse. Zusätzlich können persönliche Riskiofaktoren wie starkes Rauchen, fettreiche Ernährung, Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Diabetes und Arteriosklerose ein Auftreten von Alzheimer begünstigen. Gesichert ist allerdings einzig die Ablagerung von Proteinen, den sogenannten Plaques, die sich zwischen die Nervenzellen setzen und so die Verbindung zwischen den Nervenzellen stören.

Die Symptome der Alzheimer-Krankheit beginnen mit Schwierigkeiten bei der Speicherung neuer Informationen und reichen über semantische Sprachstörungen und Bewegungsbeeinträchtigungen, bis zum Vergessen alltäglicher Handlungen, wie z.B. der Fähigkeit die Schnürsenkel zu binden. In späteren Stadien der Erkrankung verliert der Alzheimerkranke die Kontrolle über die Verdauung und ist unfähig selbstständig zu essen. Der Patient benötigt jetzt eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung und ist nicht selten bettlägerig.

Eine Therapie von Morbus Alzheimer ist bisher nicht möglich. Allerdings lässt sich der Verlauf der Erkrankung bei frühzeitiger Erkennung positiv beeinflussen. Die heute gängige Medikamentierung verzögert das Eintreten der fremdbestimmten Krankheitsphase und der Erkrankte kann länger seine gewohnte Lebensqualität aufrechterhalten. Zusätzlich werden psycho- und soziotherapeutische Maßnahmen eingesetzt um einerseits die durch den fortschreitenden Gedächtnisverlust auftretenden Probleme zu minimieren, und anderseits sollen sie die Angehörigen unterstützen, die bei der Pflege einer psychischen Belastung ausgesetzt sind.

Für Betroffene gibt es mittlerweile in vielen Städten Selbsthilfegruppen, in denen Hilfe und Unterstützung angeboten wird.


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